Trier-Ausfahrt: Auf den Spuren der Römer

Unsere kleine Reisegruppe, bestehend aus den Latein-Klassen der Klassenstufe 9 und den Lehrerinnen Frau Gutterer und Frau Müller, machte sich am 5. April 2017 auf den Weg nach Trier. Diese Stadt war einst eine wichtige Stadt der Römer nahe der Mosel und über jene Zeit würden wir in den nächsten zwei Tage viel erfahren.

5. April 2017: Nach einer vierstündigen Busfahrt mit einem sehr netten und gut informierten Busfahrer wurden wir in der Nähe der Porta Nigra (lat. „Schwarzes Tor“) abgesetzt. Während unser Gepäck zur Jugendherberge gefahren wurde, hatten wir ca. zwei Stunden Freizeit, bis wir uns wieder an der Porta Nigra zu einer Führung durch die Innenstadt trafen. Zunächst wurde uns Näheres über die Porta Nigra erzählt: Welche Bedeutung sie für die Römer hatte, wie sie die Zeiten überstand und wem sie wofür diente. Wir liefen weiter zum Marktplatz, um etwas über die Heiligenfiguren über dem Eingang eines Cafés zu erfahren, und dann weiter zum Dom. Um die Seite und damit verschiedenen Baustile zu betrachten, ging unsere Gruppe durch die Windgasse, die ihrem Namen alle Ehre machte. Nach weiteren zehn Minuten Laufen durch das kalte Trier erreichten wir die Konstantin-Basilika und betraten sie, um mehr über das Bauwerk zu erfahren. Auf der Rückseite des gigantischen Gebäudes befindet sich ein Rokokoschloss, das wir betrachteten. Zusammen liefen wir zur Jugendherberge und alle wurden ihren Zimmern zugeteilt. Den Rest des Tages hatten wir Freizeit.

6. April 2017: Zum Frühstück kamen wir im Speisesaal zusammen, um kurz darauf mit dem Bus die Kaiserthermen zu besuchen. Dort hielt ein Schüler seine GFS über jene Thermen und führte uns durch die unter- und überirdischen Gänge und Räume. Er erklärte das System der verschiedenen Baderäume und erzählte von der Vergangenheit dieses historischen Bauwerkes. Zu Fuß ging es weiter zum Rheinischen Landesmuseum, dem Museum der Geschichte von Trier. Von den Lehrerinnen bekamen wir ein Quiz, mit dem wir uns beschäftigten. Für eine einmalige Darbietung als mediales Raumtheater der Geschichte eines Mannes, der seine Frau mit Hermes’ Hilfe aus dem Schattenreich retten will, trafen wir uns im Saal der Grabstätten. Als Nächstes besichtigten wir das Amphitheater, das gleichzeitig auch als Stadttor genutzt wurde. Danach stand es uns frei, ob wir die Thermen am Viehmarkt besuchen oder Freizeit genießen wollten.

 

7. April 2017: Am Tag der Abreise fuhren wir bereits frühmorgens los, um vor der Heimreise noch die Villa Borg zu besichtigen, eine Rekonstruktion eines alten römischen Landhauses. Dieses beinhaltet eine Küche, ein Herrschaftshaus und einen Wohnbereich mit Badeanlagen und ein großes Außengelände mit Kräutergarten und großem Wasserbecken. Wir erfuhren, wie es war, Brot zur Zeit der Römer zu backen – indem wir selber Korn mahlten und Teig kneteten und formten –, wie ein Landhaus der Römer ausgesehen haben könnte, welche technischen Fortschritte sie hatten, wie zum Beispiel ein Abwassersystem, und durch einen Film die Geschichte der Villa Borg. Nach einer weiteren Zeit zur freien Verfügung fuhren wir durch insgesamt neun Staus über die A6 zum Max-Planck-Gymnasium, wo unsere Eltern uns freudig erwarteten.

Ein Reisebericht von Nils Kugler (Klasse 9c)

(c) 2012 Max-Planck-Gymnasium
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