Gedanken an die Opfer von Krieg und Gewalt

Am Sonntag, 12. November 2016, gestalteten Schülerinnen des Max-Planck-Gymnasiums Schorndorf die Gedenkfeier auf dem Alten Friedhof in Schorndorf mit. Oberbürgermeister Matthias Klopfer gedachte in seiner Ansprache an die Opfer von Gewalt auf der ganzen Welt und mahnte, dass wer Frieden wolle, auch Brücken bauen können müsse.

Selin und Aylin Sogukcelik, Schülerinnen der 9a des Max-Planck-Gymnasiums, haben im Unterricht gemeinsam mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern Texte zum Volkstrauertag verfasst, die von den beiden Schwestern vorgetragen wurden.

Texte

Zum ersten Mal waren seit dem Zweiten Weltkrieg gibt es weltweit mehr als 50 Millionen Flüchtlinge aus den Kriegsregionen in Afrika und im Nahen Osten. 50 Millionen – eine unvorstellbare Zahl, die 1945 mit der Gegenwart verbindet. Wir haben uns gefragt, ob die Menschen die damals und heute flüchteten, etwas verbindet. Die Flüchtenden verbindet, dass beide ihr Heimatland oder ihre Heimatstadt verlassen mussten, da dort Krieg herrschte. Sie kennen beide das Gefühl, die Heimat zu verlassen und ihre Träume platzen zu sehen. Die Flüchtlinge flüchten damals wie heute vor Krieg, Terror, Not und Unterdrückung in ihren Heimatländern. (Donik Nitaj)

Die Flüchtlinge werden dadurch verbunden, dass sie, wenn auch unter verschiedenen Umständen eine schwierige, anstrengende und gefährliche Flucht erlebt haben. Beide hatten und haben zwar vollkommen unterschiedliche Beweggründe für ihre Flucht, aber letztendlich hatten beide das gleiche Ziel: ein Leben in Sicherheit. Die Flüchtlinge mussten dafür Schreckliches ertragen, große Opfer bringen, ihr Eigentum und sogar eigene Familienmitglieder zurücklassen. Eine weitere Gemeinsamkeit zwischen den beiden flüchtenden Familien ist, dass auch wenn sie unterschiedlicher Herkunft sind, sie am Ziel ihrer Flucht anfangs nicht respektiert wurden. Die Flüchtlinge werden durch ihren schweren Weg verbunden und man sollte sie unterstützen. Letztendlich hat jeder Flüchtling seine eigene Geschichte, aber alle suchen Hilfe und diese sollte man ihnen gewähren. (Tim Schüle)

Die Flüchtlinge damals wie heute haben alle ähnliches erlebt und gesehen. Sie hatten eine schwere Flucht und es kümmerte niemanden, wie sie sich fühlten. Sie mussten viel laufen oder mit überfüllten Booten fahren. Es war eine gefährliche Reise bei der sie hätten sterben können oder sogar Familienmitglieder oder Freunde verloren haben. Angst war ein ständiger Begleiter beider Flüchtlingsgenerationen. (Leonie Pristl)

Beide Familien mussten ihre Heimat verlassen. Auf der Flucht haben sie viel Leid gesehen, erlebt und auch Familienmitglieder verloren. Es war nicht leicht für sie ihre Heimat zurückzulassen. Diese Erlebnisse haben die Familien stark geprägt und es wird für sie immer ein Teil ihrer Identität bleiben, ein Flüchtling zu sein. Flüchtlinge, heute wie damals, teilen vieles, ähnliche Erlebnisse und Eindrücke. Das überdauert die Zeit. Wenn man heute alle diese flüchtenden Menschen sieht, ist es fast wie damals. Beiden half und hilft heute noch der Glaube an Gott und auch der Glaube an eine bessere Zukunft. Ich denke, wir Deutsche sollten nicht vergessen, dass es auch in Deutschland einmal viele Flüchtlinge gab und wir sollten den Flüchtlingen heute mit Respekt und Freundlichkeit und Nächstenliebe begegnen. Deshalb ist es wichtig, sich stets verständnisvoll und human zu verhalten. (Aylin Sogukcelik)

Die Flüchtlinge von heute erleben die gleichen schrecklichen Dinge, die die früheren auch schon erlebten. Nachdem sich die Schrecklichkeit der Kämpfe nicht ändert, ändern sich auch die Erinnerungen und Schicksale der Flüchtenden nicht. (Jonas Reu)

(c) 2012 Max-Planck-Gymnasium
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