Ich sage tschüss…

20 Jahre war es mir vergönnt, das Max-Planck-Gymnasium leiten zu dürfen.

20 Jahre das MPG leiten, hieß nicht nur G8, Lehrplan- und Oberstufenreformen umzusetzen und den täglichen Unterrichtsbetrieb zu gewährleisten, sondern es hieß auch 2 283 Fünftklässler und Fünftklässlerinnen aufzunehmen und 1 573 Schülerinnen und Schüler mit Abitur zu entlassen. Bei insgesamt 17 566 Versetzungsentscheidungen erhielten die Schülerinnen und Schüler 5 307 Preise und Belobungen, allerdings konnten leider auch 455 nicht versetzt werden.

20 Jahre das MPG leiten, hieß nicht nur G8, Lehrplan- und Oberstufenreformen umzusetzen und den täglichen Unterrichtsbetrieb zu gewährleisten, sondern es hieß auch 2 283 Fünftklässler und Fünftklässlerinnen aufzunehmen und 1 573 Schülerinnen und Schüler mit Abitur zu entlassen. Bei insgesamt 17 566 Versetzungsentscheidungen erhielten die Schülerinnen und Schüler 5 307 Preise und Belobungen, allerdings konnten leider auch 455 nicht versetzt werden.

In den 20 Jahren sind 106 Lehrerinnen und Lehrer (ohne Vertretungslehrkräfte und Referendare) neu an die Schule gekommen und 87 auch von der Schule gegangen, davon 46 in Pension. Fünf Lehrer/innen aus dem Kollegium wurden Schulleiter/innen, 12 erhielten Leitungsfunktionen am MPG, an anderen Schulen, am Regierungspräsidium oder am Seminar. 67 Referendare legten am MPG ihr Examen ab.

Nicht nur bei Personen gab es Veränderungen, sondern auch das Gebäude hat sich gewandelt. Es wurde energetisch saniert und erhielt ein neues Foyer, neue Fußbodenbeläge in den Klassenzimmern, neue Decken und Fenster, Beleuchtung, Vernetzung, eine moderne Rauchmeldeanlage und allerhand andere Brandschutz-vorrichtungen. Die Fassade wurde gestrichen. Die Chemievorbereitung und ein Chemielehrsaal wurden komplett erneuert. Ein NWT-Raum und ein zweiter Computerraum wurden eingerichtet, eine Oberstufenbücherei, eine moderne Küche sowie zwei Räume nach IZBB kamen hinzu. Die ehemaligen Räume der Musikschule wurden für das MPG gewonnen, darin eine Lernmittelverwaltung, ein Lager für die Technik-AG und ein ständiger Raum für die SMV geschaffen. Der Bau einer weiteren Sporthalle wurde abgeschlossen, der Bau der Mensa steht kurz vor der Vollendung.

Die Schule hat drei neue pädagogische Profile bekommen: Das naturwissenschaftliche Profil mit NWT, das den mathematischen Zug ersetzte, das sprachliche Profil mit Spanisch als 3. Fremdsprache, das Musikprofil und demnächst zusätzlich dazu den bilingualen Zug mit Französisch (AbiBac).

In insgesamt 212 allgemeinen Elternbriefen wurden Eltern, aber auch Schülerinnen und Schüler, über das Neueste der Schule informiert. Zahlreiche außerunterrichtliche Veranstaltungen, darunter 22 große Theateraufführungen, 20 Schulkonzerte, darunter fünf große geistliche Werke, ergänzten den Unterricht. Die Bigband wurde zum Botschafter des MPG. Jährlich fanden mehrere Schüleraustausche statt, besonders mit den Partnerstädten Tulle, Tuscaloosa und neuerdings Errenteria, aber auch mit Städten in Polen und China.

Das soziale Engagement der Schülerinnen und Schüler war vorbildlich: Bei vielen Veranstaltungen haben sie erreicht, dass ein Erlös von über 106 650 € an Organisationen zur Linderung von Not und zu wohltätigen Zwecken übergeben werden konnte.

Dies alles konnte natürlich nur verwirklicht werden, weil alle zusammengearbeitet haben. Die Lehrerinnen und Lehrer, die Mitglieder der Schulleitung, die Sekretariatskräfte und der Hausmeister, die Mitglieder des Elternbeirats und der Schülermitverantwortung. Allen freiwilligen Helfer und all die, die sich nicht lange bitten ließen, wenn es darum ging, Amt oder Aufgaben zu übernehmen, wie z. B. in Vertretungen und Gremien, in der Mensa oder bei der Ganztagesbetreuung, herzlichen Dank! Schule aber kann nur gelingen, wenn sich die Schülerinnen und Schüler, für die und mit denen die Schule stattfindet, und die Lehrerinnen und Lehrer, im Unterricht, bei außerordentlichen Veranstaltungen als Team betrachten und die Schule als „ihren Lebensraum“.

In den letzten 20 Jahren hat sich am MPG viel getan. Es bleibt aber noch viel zu tun: Die Umsetzung des neuen Lehrplans, der Schallschutz im Gebäude und die weiteren Renovierungen von Physik, Foyer, Verwaltung und Lehrerzimmer, der Einbau eines Aufzugs, damit Inklusion besser gelebt werden kann. Das Schulgelände und die Sportanlagen benötigen dringend eine Runderneuerung. Auch der technische Fortschritt wird weiter in die Schule Einzug halten: Wann wird die letzte Kreidetafel durch ein interaktives Board ersetzt sein, wann der letzte Overheadprojektor durch einen Visualizer, wann verschwindet kein Tagebuch mehr, weil es nur noch elektronisch geführt wird?

(c) 2012 Max-Planck-Gymnasium
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