A TASTE OF AMERICA - Ein Schülerbericht

 

Vom 14. bis 30. Oktober 2015 reisten 21 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 10 und 11 in die USA zu einem Austausch mit der Schorndorfer Partnerstadt Tuscaloosa.

Dazu ging es am 14. Oktober morgens los zum Stuttgarter Flughafen, von wo aus wir mit Zwischenlandung in Paris nach Atlanta flogen. Aufgrund der Zeitverschiebung war es dort erst Nachmittag, als wir am größten Flughafen der Welt ankamen, während es in Deutschland bereits Nacht war. In Atlanta lernten wir als erstes Lisa Keyes kennen, die als Mitarbeiterin der Organisation „Tuscaloosa Sister Cities International“ unseren Aufenthalt geplant hatte und begleiten würde. Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, ging es in ein Restaurant im Stil der amerikanischen Diners und wir bewunderten die Wasser- und Lichtshow im Olympic Park. Wir verbrachten noch einen Tag in Atlanta, an dem wir unter anderem das Coca-Cola-Museum besuchten, an einer Führung durch das CNN Headquarter teilnahmen und das Geburtsthaus von Martin Luther King besichtigten, bevor es am 16. Oktober weiter nach Tuscaloosa ging. Auf dem Weg machten wir Halt am Stone Mountain Park, wo der riesige Felsen sehr beeindruckend war. Die Gondel brachte uns alle auf den Felsen, von wo aus wir einen tollen Ausblick über die Wälder und Städte hatten. Dabei konnten wir auch das schöne Wetter genießen, da es hier im Süden der USA deutlich wärmer war als in Deutschland. Nach vier Stunden Fahrt kamen wir schließlich in Tuscaloosa an, wo wir die Gastfamilien trafen, bei denen wir die restliche Zeit wohnen sollten. Viele kannten sich bereits von dem Gegenbesuch, als die Amerikaner im Frühjahr in Deutschland gewesen waren. Am Abend konnte dann gleich echt amerikanisches Feeling bei den Highschool-Football-Spielen erlebt werden, wobei an der Northridge Highschool sogar der Homecomingball stattfand.

Im Laufe der Woche besuchten wir verschiedene Highschools, da die Austauschschüler aus verschiedenen Schulen stammten. Dabei erlebten wir jedes Mal eine herzliche Begrüßung durch die Schulband und Cheerleader und bekamen Führungen durch die Schulen sowie reichlich Verpflegung und sogar kleine Geschenke.

Außerdem lernten wir bei verschiedenen Ausflügen mehr über Tuscaloosas Geschichte. Dabei erfuhren wir von Tuscaloosas 20 Jahre dauernder Zeit als Alabamas Hauptstadt, tauchten in die Kultur der Ureinwohner Amerikas in Moundville ein oder bekamen allgemein mehr über Tuscaloosa im Transportation Museum erzählt.

Da für Tuscaloosas Existenz das Mercedeswerk besonders wichtig ist, durfte ein Besuch dort mit einer Werksführung natürlich nicht fehlen. Bekannt für den Süden war, vor allem im 19. Jahrhundert, seine Baumwollproduktion, weshalb wir einen Ausflug zu einem Baumwollfeld machten, wo wir Baumwolle pflückten und der Farmer uns mehr über die Baumwollproduktion erzählte.

Bei alledem durfte natürlich die amerikanische Liebe zum Football nicht fehlen, weshalb wir das Universitätsgelände der University of Alabama, die ein sehr erfolgreiches Footballteam hat, mitsamt seiner Museen näher erkundeten und sogar an einer Führung durch das Stadion teilnahmen.

Darüber hinaus machten wir zwei Ausflüge nach Birmingham und nach Huntsville. In Huntsville besichtigten wir das US. Space and Rocket Center, wo wir mehr über die Geschichte der Raumfahrt lernten und die ausgestellten Raketen bewunderten. Auch eine Ghost Walking Tour, während der wir durch Geistergeschichten mehr über Huntsvilles Geschichte erfuhren, stand auf dem Programm. Der geplante Kajakausflug fiel leider buchstäblich ins Wasser, da Ausläufer des Sturms Patricia Alabama erreicht hatten und es somit stark regnete.

An den Wochenenden war es an den Familien, Unternehmungen zu planen. Dabei gab es eine große Auswahl, von einem Stadionbesuch über Paintball bis hin zu einer Reise an das Meer. Unterstützt wurden wir während unseres gesamten Aufenthalts durch die Organisation „Tuscaloosa Sister Cities International“, die unter anderem Eintritte und so manches Essen bezahlten. Sie ermöglichte es uns, verschiedene amerikanische Gerichte auszuprobieren. Nach einem extra für uns vorgezogenen Thanksgiving Dinner am 28. Oktober hieß es am 29. Oktober Abschied nehmen von allen neu gewonnenen Freunden und in das Flugzeug zurück nach Deutschland zu steigen.

Eine Schülerin der Jahrgangsstufe 1

(c) 2012 Max-Planck-Gymnasium
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